Nature of heat radiation, 1850-1900

Wesendonck, K. (1899). Zur thermodynamik. Ann. Phys. 305 (12), 832:

Strahlungsenergie ist eben nicht Wärme und nur in übertragener Bedeutung ist hier von Temperatur zu sprechen. Verfasser hat hierauf bereits hingewiesen un aus neueren Untersuchungen von Hrn. Voigt geht dies ebenfalls hervor. "Offenbar sind," so heisst es da, "die hier stattfinden Schwingungen geordnete in dem Sinne, dass dabei der zweite Hauptsatz der mechanischen Wärmetheorie, auf dem Kirchhoff's Beweis seines Satzes beruht, die Gültigkeit verliert." Das ist nach Verfassers Ansicht so zu verstehen, dass man es eben nicht mit Wärme, sondern mit Strahlungs- bez. Luminescenzenergie zu thun hat. Nur wenn Strahlung ganz in derselben Art wirkt, wie directe Wärmeleitung, ist ein von selbst verlaufender, aufsteigender calorischer Strom ausgeschlossen. Durch Inductionswirkungen (Wirbelströme), durch chemische, mechanische Processe, oder elektrische Entladungsvorgänge kann man ja bekanntlich leicht höhere Wärmegrade erzielen, als in der Umgebung vorhanden sind, natürlich durch geeigneten Energieaufwand.