Kirchhoff's Law

Kirchhoff, Gesammelte Abhandlungen, 1882, p. 567:

fuer Strahlung derselben Wellenlaenge bei derselben Temperatur das Verhaeltniss des Emissionsvermoegens zum Absorptionsvermoegen bei allen Koepern dasselbe ist.

Kirchhoff, Gesammelte Abhandlungen, 1882, p. 597-8:

Noch eine Folgerung aus dem bewiesenen Satze möge hier zum Schlüsse Platz finden. Wenn ein Raum von Körpern gleicher Temperatur umschlossen ist, und durch diese Körper keine Strahlen hindurchdringen können, so ist ein jedes Strahlenbündel im Innern des Baumes seiner Qualität und Intensität nach gerade so beschaffen, als ob es von einem vollkommen schwarzen Körper derselben Temperatur herkäme, ist also unabhängig von der Beschaffenheit und Gestalt der Körper und nur durch die Temperatur bedingt. Die Richtigkeit dieser Behauptung sieht man ein, wenn man erwägt, dass ein Strahlenbündel, welches dieselbe Gestalt und die entgegengesetzte Richtung, als das gewählte hat, bei den unendlich vielen Reflexionen, die es nach einander an den gedachten Körpern erleidet, vollständig absorbirt wird. In dem Innern eines undurchsichtigen, glühenden Hohlkörpers von gewisser Temperatur findet hiernach auch immer dieselbe Helligkeit statt, welches auch im Uebrigen die Beschaffenheit desselben sein möge.

Pringsheim, Das Kirchhoff'sche Gesetze und die Strahlung der Gase, 1892, p. 428:

Das Kirchhoff’sche Gesetz gilt nicht fir alle Arten des Leuchtens , sondern nur fur diejenigen Vorgange , bei denen die Lichtemission lediglich eine Function der Temperatur ist, bei denen also die gesammte in Form von Strahlung ausge- sandte Energie unmittelbar aus der Warmebewegung stammt, und ebenso die ganze durch Absorption dem strahlenden Korper zugefuhrte Energie unmittelbar in Warme umgesetzt wird.

Bei den gewohnlichen experimentellen Methoden zur Er- zeugung der Gasspectra sind wir von vornherein keineswegs sicher, dass diese Bedingung erfullt ist. Wenn wir Gase oder Metalldiimpfe in Geissler’schen Rohren, im galvanischen Lichtbogen, oder durch den zwischen Metallelectroden uberspringen- den Funken zum Gluhen bringen, so werden sie Trager der electrischen Entladung, und diese ist hochst wahrscheinlich, ganz oder theilweise, die directe Ursache des Leuchtens. Ausserdem treten, wenigstens bei den beiden letztgenannten Vorgaengen Verbrennungen , also chemische Processe auf, welclie ebenfalls die zur Strahlung nothige Energie herzu- geben im Stande sind. Auch bei Flammen sind chemische Processe die Ursache des Leuchtens

Woldemar Voigt, Thermodynamics, p. 369 (my translation):

The abovementioned proof of [Kirchhoff's] Law uses (like all others, deviating only in secondary matters) at least two assumptions, that we are dealing with only pure temperature radiation and bodies of equal temperature.

Konen and Jungjohann, STudies on the Emission of Gases, 1910, p. 411:

The chain of reasoning on which is based the derivation of the Kirchhoff law and of the radiation function of the black body fails to apply to gases, as is well known, unless certain hypotheses are made.

Müller-Pouillets Lehrbuch der Physik und Meteorologie (1907), Volume 2, Part 1, p. 625:

Der Kirchhoff sehe Satz sagt aus: Für Strahlen derselben Wellenlänge und bei derselben Temperatur ist das Verhältnis des Emissionsvermögens zum Absorptionsvermögen bei allen Körpern dasselbe, und zwar gleich dem Emissionsvermögen des absolut schwarzen Körpers.

Mach, Principles of the Theory of Heat:

The theorem of Kirchhoff was derived under the supposition of complete equilibrium of temperature, and is valid only under this condition. E. Wiedemann has investigated the deviations which occur when this condition does not hold.

This seems to suggest that luminescence implies no equilibrium of temperature. Has Mach perhaps internalised the definition of temperature of radiation?

Day and van Orstrand, The Black Body and the Measurement of Extreme Temperatures:

Pringsheim… distinguishes three kinds of radiation from gases:

  1. The phenomena which produce emission merely serve to bring the gas to the high temperature necessary for such emission. To this class the second law of thermodynamics is applicable; hence also Kirchhoff's law…
  2. The electrical or chemical phenomena which produce the emission bring the gas into a somewhat modified state in which its radiating and absorbing powers differ with different initiating phenomena. Here Kirchhoff's law might be fulfilled in special cases.
  3. The electrical and chemical phenomena furnish entirely or partially the energy for emission. Here the law of Kirchhoff finds no application.

Eilhard Wiedemann, Zur Mechanik des Leuchtens, p. 183:

Fuer das Leuchten infolge einer Temperaturerhoehung gilt der Kirchhoff'sche Satz ueber das Verhaeltniss der Emission und Absorption. Auf demselben beruht die bekannte Umkehrung der Spectrallinien. Das durch Luminescenz erzeugte Licht folgt demselben Satz nicht… Durch die Pruefung, ob der Kirchhoff'sche Satz gilt oder nicht, sind wir uebrigens hauefig im Stande beide Phaenomene voneinander zu sondern.

Voigt, W. (1899). Ueber die proportionalität von emissions-und absorptionsvermögen. Ann. Phys. 303 (2), 373:

fur die Emission durch regelmassige homogene Erregungen und fur die Absorption regelmassiger einfallender Schwingungen der Kirchhoff’sche Satz nicht gültig ist; offenbar sind die hier stattfindenden Schwingungen geordnete in dem Sinne, dass dabei der zweite Hauptsatz der mechanischen Warmetheorie, auf dem Kirchhoff’s Beweis seines Satzes beruht, die Gültigkeit verliert.